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May 18, 2006
Man hört immer und immer
wieder von den Holocaust-Opfern. Hier sind sie namentlich aufgezählt.
http://www.bundesarchiv.de/aktuelles/pressemitteilungen/00147/index.html
Danach fehlen nur noch
5,850,000 andere Opfer, um die
sechs Millionen voll zu bekommen.
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Berlin, den
08. 05. 2006
Der Beauftragte der
Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann,
hat heute in der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum - die
zweite wesentlich erweiterte Auflage des “Gedenkbuch Opfer der Verfolgung
der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland
1933-1945” der Öffentlichkeit vorgestellt.
Bernd Neumann betonte,
”dass der Zeitpunkt näher rückt, an dem niemand mehr aus eigener
Anschauung, aus eigenem Erleben von Entrechtung und Demütigung, Ausgrenzung
und Verfolgung, Erniedrigung und Vernichtung, Ermordung und Auslöschung
berichten kann. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass die Neuauflage des
Gedenkbuches jetzt erscheint. Wir haben die moralische Verpflichtung, die
Erinnerung an alle jüdischen Opfer der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft wachzuhalten und an künftige Generationen
weiterzugeben.”
Das vom Bundesarchiv erarbeitete Gedenkbuch führt 150 000 ermordete jüdische
Bürgerinnen und Bürger aus dem Gebiet des Deutschen Reiches namentlich
auf.
Bezog sich die erste vor
nahezu 20 Jahren erschienene Auflage nur auf die alte Bundesrepublik vor
1990, hat das Bundesarchiv nun in mehrjähriger Arbeit die Namen der Opfer
aus dem Gebiet der neuen Bundesländer und der ehemaligen Ostgebiete
ermittelt sowie zahlreiche Korrekturen und Ergänzungen gegenüber der
ersten Auflage vorgenommen.
Die einzelne Namensnennung umfasst neben den persönlichen Angaben
erweiterte Informationen zum Deportationsdatum und Deportationsort, zu
weiteren Transporten, zu Todesdatum und zu Todesort.
In der vierbändigen zweiten Auflage des Gedenkbuches wurde die
alphabetische Namensliste ergänzt um eine Auswahlbibliografie und um eine
chronologische Übersicht zu den Deportationen aus dem Deutschen Reich,
einschließlich Österreich, dem Protektorat Böhmen und Mähren und den
sudetendeutschen Gebieten.
Mit der Veröffentlichung der ersten Auflage 1986 war die
Bundesregierung die Verpflichtung eingegangen, Ergänzungen oder abweichende
Angaben in einer Neubearbeitung zu berücksichtigen. Das Bundesarchiv hat
dieses Versprechen nun mit der vorliegenden Publikation, die auf einer
wesentlich erweiterten Quellenlage basiert, erfüllt.
Für die Neubearbeitung des Gedenkbuches wurden insbesondere die
“Ergänzungskarten für Angaben über Abstammung und Vorbildung” aus der
Volkszählung vom 17. Mai 1939 ausgewertet und in eine Datenbank importiert,
die im Bundesarchiv zugänglich ist und bereits 2001 in der Neuen Synagoge
Berlin - Centrum Judaicum - der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
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v.r.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann, Präsident des Bundesarchivs Prof. Dr.
Hartmut Weber, Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland
Stephan J. Kramer
Das Bundesarchiv erhielt bei der Erstellung des Gedenkbuches Unterstützung
durch Überlebende und Angehörige, zahlreiche private Forscher, Archive und
Institutionen aus dem In- und Ausland. Mit dem Projekt “Liste der jüdischen
Residenten in Deutschland 1933-1945” setzt das Bundesarchiv sein
Engagement fort.
Kontakt:
Dr. Sebastian Barteleit,
Telefon: 03018/7770- 281,
Undine Völschow, Telefon:
03018/7770-421,
Email: pressestelle@barch.bund.de
http://www.bundesarchiv.de/aktuelles/pressemitteilungen/00147/index.html
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Ernst Zundel
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